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	<title>ROMAN RAUSCH &#187; Penner</title>
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	<description>Schreiben &#38; Coaching</description>
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		<title>No Surrender</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 20:35:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählung]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[68er]]></category>
		<category><![CDATA[Franken]]></category>
		<category><![CDATA[Loser]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Traumfrau ist alleinerziehend und die 68er sind alles Verräter. Big Brother, Harald Schmidt &#038; Stefan Raab – Alles Beschiss.
Otto Schily ist ganz schön abgedriftet und Lothar Matthäus ist der einzige Held, den Deutschland noch hat.
Sie haben nichts, an das sie noch glauben können.
Sie sind von allen enttäuscht worden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_96" class="wp-caption alignleft" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-96" title="Bank" src="http://roman-rausch.de/wp-content/uploads/2009/08/Roman-auf-Bank.jpg" alt="Auf einer Bank, an einem Fluss. Fußnoten entlang des Wegs" width="600" height="210" /><p class="wp-caption-text">Auf einer Bank, an einem Fluss. Fußnoten entlang des Wegs</p></div>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<h2>Aufzeichnungen aus dem kollektiven Freizeitpark</h2>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Traumfrau ist alleinerziehend und die 68er sind alles Verräter. Big Brother, Harald Schmidt &amp; Stefan Raab – Alles Beschiss. Otto Schily ist ganz schön abgedriftet und Lothar Matthäus ist der einzige Held, den Deutschland noch hat.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sie haben nichts, an das sie noch glauben können.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sie sind von allen enttäuscht worden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<h3><strong>Textauszug</strong></h3>
<blockquote><p><strong>(4.1.) Morgenlatte</strong></p>
<p>Rob und Werner sitzen auf der vertrauten Bank im Park. Die Stimmung ist am Boden. Beide stieren ins Leere. Der Tag an sich ist schön. Sehr schön sogar.</p>
<p>Werner: “Ich seh schon, das wird heuer wieder nix.”</p>
<p>Schweigen.</p>
<p>Werner: “Mein Gott, jetzt bin ich schon 8 Jahre ohne Frau. Kannst du dir das vorstellen?”</p>
<p>Rob: “Schöne Scheiße. 8 Jahre keinen Ballkontakt mehr gehabt.”</p>
<p>Werner: “Und du… du kriegst dauernd die rote Karte.”</p>
<p>Rob: “Stimmt. Ich werde dauernd vom Platz gestellt. Aber nur wegen Fehlentscheidungen.”</p>
<p>Beide lachen.</p>
<p>Werner: “Ich möchte gar keine Frau mehr. Das wär mir zu stressig. Ich wüsste gar nicht mehr, was ich da machen soll. Das ist alles immer wie ne Prüfung.”</p>
<p>Rob: “Ja, stimmt. Das ist immer wie ne Bewerbung für nen Job. Da musst du immer eine Scheiße erzählen, was du gar nicht bist. Die Weiber sind so verdammt berechnend, da darfst du überhaupt keine Schwäche zeigen, sonst haun sie gleich wieder ab.”</p>
<p>Werner: “Da darfst du überhaupt nicht mehr du selber sein. Dass du arbeitslos bist, darfst du überhaupt nicht sagen.”</p>
<p>Rob: “Das ist für die schlimmer als vorbestraft.”</p>
<p>Sie lachen.</p>
<p>Werner: “Da musste dann immer mit auf so bescheuerte Partys, wo sie einen dauernd fragen was du so machst… Nee, da hab ich keinen Bock mehr drauf.”</p>
<p>Rob: “Und ich müsste erst mal ne Woche aufräumen, daheim oder gleich renovieren. Da musste dich dauernd rasieren, Haare waschen und Klamotten waschen. Auto sauber machen… Nee, echt nich.”</p>
<p>Werner: “Wie schön wärs aber, wenn man einmal am Tag von einer netten Frau angelächelt wird? Das würd mir schon über den Tag helfen.”</p>
<p>Rob: “Und in den Guss darfste auch nich mehr pinkeln.”</p>
<p>Lachen.</p>
<p>Rob: “… und dann musste immer so weit zum Klo latschen. Nee, da hab ich überhaupt keine Power für, dazu bin ich einfach zu k.o.”</p>
<p>Werner: “Stimmt. Und dann gibts immer Streit wegen Kleinigkeiten. Oh, nee… Da geh ich lieber arbeiten und mach Überstunden, das ist nicht so stressig.”</p>
<p>Rob: “Ich möchte nur spazieren gehen mit ner netten Frau. Das langt mir schon. Und ein bisschen rumblödeln. Das wär schon toll … so mit ner richtig netten Frau … Schlafen könnt ich jetzt sowieso mit keiner. Da bin ich einfach zu k.o. Krieg überhaupt keinen Harten mehr. Schon seit Monaten. Nicht mal mehr ne Morgenlatte.”</p>
<p>Werner (lacht): “Ha! Morgenlatte. Das ist gut.”</p>
<p>Sein Lachen versiegt, weicht der Anteilnahme.</p>
<p>“Morgenlatte …”</p>
<p>Rob: “Echt, seit ich so 12 war, hab ich jeden früh eine gehabt. Aber jetzt … schon lange nicht mehr. Weißt du, letztens wurde ein Buch in so ner Kultursendung vorgestellt, wo der Hauptdarsteller sagt: ‘Das Schönste am Tag für mich ist, wenn ich abends onaniere. Sonst ist alles Scheiße.’ Und dann hat er noch erzählt, wie schlecht es ihm geht. Aber so schlecht kann es ihm gar nicht gehen, solange er noch einen hochkriegt. Ich krieg jedenfalls keinen mehr hoch.”</p>
<p>Werner: “Das ist psychisch. Geht mir genauso.”</p>
<p>Rob: “Eben. Das ist ‘pysisch’.”</p>
<p>Schweigen.</p>
<p>Rob: “Ich denk überhaupt nicht mehr an Sex. Echt nicht … Ich würd gerne einfach so mit ner netten Frau, Arm in Arm … im Bett liegen.”</p>
<p>Werner: “Im Bett liegen. Einfach so?”</p>
<p>Rob: “Ja, einfach so. Eigentlich sollte ich wieder mal zu den Mädels ins Industriegebiet fahren.”</p>
<p>Werner: “Zu den Nutten?”</p>
<p>Rob: “Sag nicht Nutten! Die sind viel natürlicher und angenehmer als viele andere. Ich hab sie gerne gefahren mit der Taxe. Die stehen viel mehr im Leben als andere. Und sie sind viel netter und sozialer. Richtige Kumpels halt.”</p>
<p>Werner: “Und was verlangen die so?”</p>
<p>Rob: “Kommt drauf an, was du verlangst.”</p>
<p>Werner: “So normal. Sag schon.”</p>
</blockquote>
<h3>Bei amazon</h3>
<p>
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<p class="author">Roman Rausch.					Books on Demand Gmbh 2001, 					Taschenbuch,				156 Seiten,				&#8364;&#160;10,17</p>
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