Weiß wie der Tod
29. August 2009 | Von Roman Rausch | Kategorie: Schreiben, Thriller
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Im Verborgenen blüht die Rache
Hamburg-St.Pauli. Im Hochwasser treibt eine männliche Leiche. Kurze Zeit später werden weitere Tote aufgefunden. Außer ihren markanten Verletzungen scheint die Opfer nichts zu verbinden. Profiler Balthasar Levy geht dennoch von einem Serientäter aus. Seine Ermittlungen führen ihn zur «Weißen Lilie», einer Selbsthilfegruppe für Opfer von Gewalttaten …
Rezensionen
“Roman Rausch hat mit diesem Buch einen atmosphärisch dichten Roman geschrieben, der durch seinen hohen Spannungsbogen kaum zulässt, ihn auf die Seite zu legen. 9 von 10 Sternen.” (buchtips.net)
“Ein in jeder Hinsicht beeindruckender Ermittler.” (krimicouch.de)
“Roman Rausch hat einen ungemein spannenden, klug konstruierten Roman geschrieben mit einer Ermittlerfigur, die amerikanischen Thrillern entsprungen sein könnte.” (Hamburger Abendblatt)
“Ein realistischer, spannender Roman mit der unbedingten Leseempfehlung.” (Heidelberg aktuell)
“Roman Rausch rückt das Problem Sexualstraftäter samt Rückfall- und Opferproblematik in den Fokus seines Thrillers und tobt den schlimmen Wenn-Fall hier vor aller Leseaugen noch einmal exemplarisch aus. Drastisch spannend.” (berlinkriminell.de)
“Spannende Einblicke in die Seelenlandschaften.” (Schweriner Volkszeitung)
Textauszug
„Wie lautet das Passwort?“
Der Mann, der zum Schutz seiner Persönlichkeitsrechte lediglich als Holger M. bekannt war, kniete in einem Gemisch aus Blut und Urin. Er hustete und spuckte zähe Speichelfäden auf den blanken Betonboden. Ein Tritt gegen den Kopf ließ ihn zur Seite kippen. Selbst in dieser ausweglosen Lage wollte er einen letzten Rest Dominanz bewahren und setzte auf Häme.
„Mehr hast du nicht von mir gelernt?“
Sein bemühtes Grinsen wirkte bizarr. Er blickte auf, blinzelte gegen das grelle Licht der Deckenbeleuchtung an. Sein Peiniger saß am Tisch. Vor ihm der Computer. Der Cursor blinkte vor dem weißen Hintergrund des Monitors. Dahinter verbarg sich das versteckte Laufwerk.
Er würde sein Geheimnis mit ins Grab nehmen, dessen war er sich sicher.*
„Das Passwort!“
An Händen und Füßen zusammengezurrt, kauerte Holger M. in einer dunklen Ecke des Kellers. Er weigerte sich noch immer, das Passwort zu nennen. Dann wäre sein Leben nichts mehr wert. Aus dem Licht kam eine Hand auf ihn zu. Er zuckte zusammen, suchte Schutz vor der nächsten Attacke.
Die kleine Gewürzflasche entließ nur einen Tropfen, der auf seine nackte Schulter fiel. Holger M. drückte sich noch weiter in die Ecke, zitternd vor Furcht, was passieren würde, wenn der Tropfen eine der klaffenden Wunden auf seinem Rücken erreichte.
Ein gellender Schrei. Die Flüssigkeit war ins offene Fleisch gelangt.*
„Passwort!“
Halb besinnungslos stöhnte Holger M. am Boden. Sein Kopf lag auf dem Metallgitter, das inmitten des Raums in den Beton eingelassen war. Durch das angeschwollene Auge konnte er schemenhaft die Gestalt erkennen, die mit einer Bohrmaschine auf ihn zukam. Der Bohrer heulte auf.
Ein Fuß stemmte sich auf seinen Hals und drückte ihn für die bevorstehende Operation fest nach unten.
„Warte“, flehte er angesichts des rotierenden Bohrers über seinem Gesicht.
Leseprobe
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